Die Open-Space-Konferenz

Der Organisationsberater Harrison Owen beobachtete Mitte der Achtzigerjahre, dass bei Konferenzen "die interessantesten und beflügelnsten Gespräche und Ergebnisse in den Kaffeepausen zustande kamen". Auf diese Beobachtung greift die Idee der Open-Space-Konferenz (Open Space = offener Raum) zurück, indem die Atmosphäre der einer Pause gleichen soll. Daher ist sie formal sehr offen. Ebenso ist sie inhaltlich sehr offen, denn es können auch noch während des Prozesses inhaltliche Anstöße gegeben werden. Die Teilnehmenden können also Richtung, Verlauf und Inhalte selbst bestimmen. Als Haupthemmnis für Innovationen identifizierte Owen die Kontrolle durch die Leitung, weshalb in einer Open-Space-Konferenz darauf verzichtet wird.

An einer Open-Space-Konferenz nehmen zwischen 8 und 2000 Personen teil. Wichtig ist dabei, dass die Teilnahme freiwillig ist. Zu Beginn wird in einem Plenum das übergeordnete Thema und die Regeln bekannt gegeben. Anschließend werden kleinere Arbeitsgruppen gebildet. Der Wechsel zwischen den Gruppen ist ausdrücklich erwünscht. Durch die verschiedenen Gruppen und die Offentheit kann innerhalb kurzer Zeit eine große Vielfalt von Vorschlägen und auch konkreten Maßnahmen produziert werden.
Zum Abschluss findet nochmals eine Plenarsitzung statt, in der die Ergebnisse diskutiert und das weitere Vorgehen besprochen werden.

Für weitere Informationen siehe:
www.openspace-online.com
Kurzbeschreibung Methode
Methodenbeschreibung
Methodenbeschreibung und Durchführungstipps
Methodenbeschreibung + Praxisbeispiel
Beispiel: Open-Space-Konferenz Hameln
Beispiel: Open-Space-Konferenz Heidelberg


 

Mach's klar!

 

Bürgerbeteiligung

Eine Handreichung für Lehrende an Haupt-, Werkreal- und Realschulen, Stuttgart 2011.
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