Konsensuskonferenz / Bürgerkonferenz

Bei einer Konsensuskonferenz erarbeiten speziell ausgewählte heterogen zusammengesetzte BürgerInnengruppen in intensivem Dialog mit ExpertInnen eine Antwort auf eine politisch oder gesellschaftlich kontrovers diskutierte Frage. Die Idee ist also, Wissenschaft und Praxis miteinander ins Gespräch zu bringen.

Es werden rund 10 bis 30 interessierte BürgerInnen ausgewählt, die sich mit Hilfe von Hintergrundberichten, Zeitungsartikeln, Stellungnahmen etc. in die Fragestellung einarbeiten und sich zwei Mal zu vorbereitenden Sitzungen treffen.
Die Konsensus-Konferenz selbst findet an drei aufeinanderfolgenden Tagen statt. Dabei wird das Thema durch Sachverständige umfassend dargestellt, die TeilnehmerInnen haben die Möglichkeit, die ExpertInnen zu befragen und das Thema zu diskutieren. Schließlich erstellen die BürgerInnen einen schriftlichen Bericht, ein sogenanntes Bürgergutachten. mit ihren im Konsens erzielten Stellungnahmen, Empfehlungen und deren Begründung. Der Bericht wird dann den EntscheidungsträgerInnen vorgelegt.

Zentral für das Konsensusverfahren ist, dass es komplett in der Öffentlichkeit stattfindet. Dadurch kann Transparenz erzeugt werden, die wiederum zum Vertrauen in das Projekt beiträgt.

Für weitere Informationen siehe:
Methodenbeschreibung
Olaf-Axel Burow & Kathrin Kühnemuth: Möglichkeiten und Grenzen der Bürgerkonferenz
KommunalWiki
Beispiel: Bürgerkonferenz: "Die Ursachen von Rechtsextremismus und mögliche Gegenstrategien der Politik"
Beispiel: Der Ulmer Umweltdiskurs


 

Mach's klar!

 

Bürgerbeteiligung

Eine Handreichung für Lehrende an Haupt-, Werkreal- und Realschulen, Stuttgart 2011.
Download (1,6 MB)

 
 
 
 
 

Deutschland & Europa 62

 

Politische Partizipation in Europa
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Deutschland & Europa 65

 
Bürgerbeteiligung in Deutschland und Europa
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