Der Bürgerhaushalt

Der Bürgerhaushalt (auch partizipativer Haushalt oder Beteiligungshaushalt genannt) ist eine direkte Art von (kommunaler) Bürgerbeteiligung. Die Verwaltung einer Stadt, einer Gemeinde oder einer anderen Verwaltungseinheit bemüht sich dabei um mehr Haushaltstransparenz und lässt die Bürger mindestens über Teile der frei verwendbaren Haushaltsmittel mitbestimmen und entscheiden. Über die Verwendung der zur Verfügung stehenden Mittel verständigen sich die Bürger dabei in Beratungen selbstständig. Die Verwaltung moderiert und berät dabei lediglich.

Im Idealfall läuft ein Bürgerhaushalt nach folgenden drei Phasen ab:

  1. Information
    Die BürgerInnen werden umfassend über den Gesamthaushalt und einzelne Teilbereiche informiert

  2. Konsultation
    Die BürgerInnen werden nun nach ihrer Meinung gefragt. Dies kann in einem offenen Plenum in Form von Diskussionen über den Haushalt geschehen oder auch z.B. über schriftliche Befragungen.

  3. Rechenschaft
    Die VertreterInnen aus Politik legen dar, welche Anregungen aus der Bevölkerung angenommen/nicht angenommen wurden und weshalb.


Für weitere Informationen siehe:
www.bürgerhaushalt.org
Bürgerhaushalt Stuttgart
Portal zur Haushaltssteuerung (mit Liste von Bürgerhaushalten)
Jochen Franzke, Heinz Kleger (Hrsg.): Kommunaler Bürgerhaushalt in Theorie und Praxis am Beispiel Potsdams


 

Mach's klar!

 

Bürgerbeteiligung

Eine Handreichung für Lehrende an Haupt-, Werkreal- und Realschulen, Stuttgart 2011.
Download (1,6 MB)

 
 
 
 
 

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